TURKMENISTAN

So, September 15, 2019 Aus Von Anja

Wir haben den Amudarja überquert und stoppen nun ein letztes Mal vor Turkmenistan.

Im Juni hatten wir glücklicherweise die Visa dafür bekommen. Damit war der kürzeste Weg Richtung Iran gesichert. Aber seitdem steht auch fest, an welchem Tag und wo genau wir einzureisen haben. Wir dürfen nicht länger als 5 Tage im Land bleiben. Die zu fahrende Strecke ist fest definiert und die Route mittels GPS-Tracker kontrolliert, der einem an der Grenze verpaßt wird. Die Straßen sind die Katastrophe. Die Gebühren für Zoll und Visa hoch. Wir sind also voller Vorfreude 😏

Und nun sind wir da, in Stan-Staat Nr. 5. Vor ziemlich genau 2 Monaten sind wir in Kasachstan eingereist, in Nr.1. Jetzt also das seltsame, abgeschottete Turkmenistan. Überaus herzlich haben uns die Leute auf dem Lande aufgenommen. Touristen haben sie nicht oft da und wenn, „dann fahren sie nur durch und interessieren sich gar nicht!“, sagte uns gegenüber einer vorwurfsvoll. Daß das Visaregime der Grund dafür ist, war ihm neu und er konnte es nicht fassen. Wir konnten unsererseits verschiedene Sachen kaum fassen und nur verwundert den Kopf schütteln! Ein Spaziergang durch die steril wirkende Hauptstadt Ashgabat ist ein surreales Erlebnis. Überall unsichtbare Schilder: nicht anfassen, nicht betreten, nicht fotografieren… Polizeipräsenz sorgt für die Befolgung. Turkmenistan ist sehr speziell, mehr als jedes andere Land in unserer Reisehistorie. Und doch, wir haben uns dafür interessiert und hingesehen und uns bemüht, zu verstehen! Zu sehen gab es (abgesehen von der Hauptstadt) zum Beispiel eine UNESCO Welterbestätte in Köneürgenç.

Und natürlich das „Tor zur Hölle“, das gigantisches brennende Loch in der Erde.

Und nun wartet der Iran auf uns. Da kennen wir uns schon etwas besser aus. Vorfreude!!!